Während der Schicht erfasst der Greifer, was die Kameras sehen, wohin sich die Hand bewegt und wann sich die Finger öffnen und schließen. Dann rastet derselbe Greifer am Roboterarm ein und führt die Aufgabe aus.
Der Greifer zeichnet die normalen Aufgaben der Mitarbeiter auf, und der Roboter lernt aus diesen Daten.
Der Greifer kennt seine Position und Orientierung exakt. Sie können ihn sogar nutzen, um den Roboterarm direkt zu steuern – mit denselben Sensoren, die die Trainingsdaten erfassen.
Manche Methoden trainieren den Roboter in einer vereinfachten Nachbildung der Welt, nicht auf der Fabriketage. Andere trainieren ihn an einer menschlichen Hand, nicht an seinem eigenen Greifer. So oder so lernt er die Aufgabe an einem fremden Ort und in einem fremden Körper.
| Methode | So funktioniert's | Praxistest |
|---|---|---|
| Simulation | Der Roboter wird in einem Physik-Simulator trainiert, der Objekte, Materialien, Kontakte und Dynamik approximiert. | Verformbare Materialien wie Stoff, Schaum, Lebensmittel, Flüssigkeiten und Phänomene wie Bruch sind teuer oder unmöglich genau zu simulieren. Für jedes Element in der Simulation muss der Benutzer exakte Parameter wie Reibung, Steifigkeit und Masse festlegen. Diese Parameter unterscheiden sich höchstwahrscheinlich von der Realität. |
| Teleoperation | Eine Person steuert den Roboterarm mit einem Joystick und führt damit eine Aufgabe aus. | Weil der Bediener einen Joystick statt seines eigenen Arms verwendet, ist die Bewegung unnatürlich und der Bediener hat nicht die volle Kontrolle. Er bewegt den Roboter daher langsam und vorsichtig, um Schäden zu vermeiden, und der Roboter übernimmt diese Vorsicht. Weil der Bediener den Roboter direkt steuern muss, braucht jeder Roboter einen Bediener, solange Daten erfasst werden. |
| Lernen aus Videos | Der Roboter wird mit Videos menschlicher Hände aus öffentlichem Material oder einer am Körper befestigten Kamera trainiert. | Die menschliche Hand ist weitaus komplexer als jede Roboterhand, daher gibt es selbst bei fünffingerigen Roboterhänden eine Embodiment-Lücke. Objekte verdecken die Finger zudem während der Manipulation, sodass die Bestimmung der Fingerpositionen schwierig ist. Außerdem liefern Videos niemals Kraft- oder taktile Daten – das ist ein Modalitätsproblem. Sehen Sie, wie es passiert ↓ |
| Primate Gripper | Ein Mitarbeiter trägt den eigenen Greifer und die Sensoren des Roboters, während er die tatsächliche Aufgabe erledigt. | Es gibt keine Embodiment-Lücke, weil die Trainingsdaten vom Greifer des Roboters selbst und von denselben Sensoren stammen, die der Roboter verwenden wird. Die Arbeit ist die reale Aufgabe des Kunden während der echten Produktion – keine Attrappe, kein Ersatz und keine Simulation. |
Ein Zweifinger-Greifer kann bereits viele wertvolle Aufgaben bewältigen, zum Beispiel Pick-and-Pack im Lager und Montage in der Lebensmittelherstellung.


Der Greifer bewältigt bereits Aufgaben wie Pick-and-Place und Montage. Der Handschuh ist der nächste Schritt: Er gibt dem Roboter eine Geschicklichkeit, die näher an der menschlichen Hand ist, und erschließt neue Aufgaben ohne Verzögerungen. Der Mitarbeiter trägt einen Handschuh, der Roboter seinen Zwilling. Beide nutzen dieselbe Kinematik, Sensoren und Kameras, sodass Fähigkeiten direkt von der menschlichen Hand auf die Roboterhand übergehen.
Sobald die Hände geschickt genug sind, muss der Roboter sich auch in der Anlage bewegen können. Einige unauffällige Sensoren lassen sich an der normalen Kleidung des Mitarbeiters anbringen und bilden einen Sensoranzug, der keine spezielle Ausrüstung benötigt. Der Anzug zeichnet die Ganzkörperbewegung während normaler Aufgaben auf. Er erfasst, wie der Mitarbeiter Bewegung und Manipulation von Objekten koordiniert, ohne die Arbeit zu verlangsamen oder die Routine zu ändern. Humanoide Roboter brauchen diese Daten, um zu laufen, das Gleichgewicht zu halten, Objekte zu handhaben und in menschlichen Räumen zu arbeiten.
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